Wissen Was ist der Zweck eines Null-Phasen-Viertel-Ordnung-Tiefpass-Butterworth-Filters? Gewährleistung der kinetischen Daten­genauigkeit bei Schuhwerk
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Technisches Team · 3515

Aktualisiert vor 1 Tag

Was ist der Zweck eines Null-Phasen-Viertel-Ordnung-Tiefpass-Butterworth-Filters? Gewährleistung der kinetischen Daten­genauigkeit bei Schuhwerk


Der Hauptzweck der Anwendung eines Null-Phasen-Viertel-Ordnung-Tiefpass-Butterworth-Filters auf kinetische Daten besteht darin, echte biomechanische Signale von unerwünschtem Rauschen zu isolieren, ohne die zeitliche Abfolge physikalischer Ereignisse zu verzerren. Diese Technik zielt speziell auf hochfrequente Artefakte ab – wie elektrische Interferenzen oder Geräte­vibrationen – und bewahrt gleichzeitig die Integrität der Boden­reaktions­kraft (GRF)-Daten, die für eine genaue Schuh­analyse unerlässlich sind.

Kern­aussage: Rohe kinetische Daten sind häufig mit nicht-biologischem Rauschen kontaminiert, das echte Leistungs­kennzahlen maskieren kann. Durch die Verwendung dieses spezifischen Filter­ansatzes stellen Analysten sicher, dass kritische Indikatoren wie Spitzen­aufprall­kräfte und Vortriebs­impulse genaue Darstellungen menschlicher Bewegungen sind und keine Artefakte des Datenerfassungs­prozesses.

Die Herausforderung der kinetischen Datenerfassung

Quellen der Signal­kontamination

In der biomechanischen Analyse sind die von Kraft­messplatten erfassten Rohdaten selten rein. Sie werden oft durch hochfrequentes elektrisches Rauschen, Umgebungs­vibrationen von Geräten oder sogar subtile menschliche Körper­zittern beeinträchtigt.

Diese Artefakte erscheinen als "Jitter" oder schnelle Spitzen im Datenstrom. Obwohl sie nicht die tatsächliche Kraft des Fußaufpralls auf den Boden darstellen, können sie die Analyse erheblich verzerren, wenn sie nicht behoben werden.

Die Notwendigkeit der Glättung

Zur Analyse der Schuh­leistung suchen Forscher nach bestimmten Kurven und Spitzen in den Daten. Hochfrequentes Rauschen erzeugt gezackte, unregelmäßige Linien, die es schwierig machen, die wahren Maximal­werte zu identifizieren.

Ohne Filterung könnte eine zufällige Rauschspitze mit der Spitzen­aufprall­kraft verwechselt werden, was zu falschen Schlussfolgerungen über die Dämpfungs­eigenschaften eines Schuhs führen würde.

Wie der Filter die Daten­integrität bewahrt

Die Rolle des "Tiefpass"-Mechanismus

Ein Tiefpass­filter funktioniert wie ein Torwächter. Er lässt nieder­frequente Signale – die tatsächlichen Bewegungen des menschlichen Körpers während des Gangs – unverändert passieren.

Gleichzeitig dämpft er (blockiert) Frequenzen oberhalb eines bestimmten Schwellen­werts. Dies entfernt effektiv das schnelle, unregelmäßige Rauschen, das durch Vibrationen und Zittern verursacht wird, und führt zu glatteren Boden­reaktions­kraft­kurven.

Erreichen von "Null-Phasen" durch bidirektionale Filterung

Standard­analog- oder digitale Filter führen eine Phasen­verzögerung ein, wodurch das Ausgangs­signal zeitlich leicht verzögert gegenüber dem tatsächlichen Ereignis erscheint. In der biomechanischen Analyse ist diese Verzögerung inakzeptabel, da sie die Kraftdaten mit den kinematischen (Video-)Daten fehlausrichtet.

Um dies zu lösen, verwendet der Algorithmus einen bidirektionalen Filterprozess. Die Daten werden einmal in Vorwärts­richtung und dann erneut in Rückwärts­richtung gefiltert.

Diese Doppelpass­technik hebt die Phasen­verschiebungen auf und stellt sicher, dass die zeitliche Abfolge von Schlüssel­ereignissen – wie der genaue Zeitpunkt des Spitzen­aufpralls – zeitlich korrekt bleibt.

Scharfe Signal­trennung (Viertel-Ordnung)

Die Bezeichnung "Viertel-Ordnung" bezieht sich auf die Steilheit des Filter­abfalls. Ein Filter vierter Ordnung bietet eine scharfe Trennung zwischen dem Signal, das Sie beibehalten möchten, und dem Rauschen, das Sie entfernen möchten.

Dies stellt sicher, dass die Vortriebs­impulse und Aufprall­kräfte mit hoher Wiedergabe­treue erhalten bleiben und nicht verschwommen oder übermäßig geglättet werden.

Verständnis der Kompromisse

Die Gefahr der Über­glättung

Obwohl die Entfernung von Rauschen entscheidend ist, besteht die Gefahr einer zu aggressiven Filterung. Wenn die Grenzfrequenz zu niedrig eingestellt ist, kann der Filter versehentlich echte Hochgeschwindigkeits-biomechanische Ereignisse entfernen.

Zum Beispiel ist die schnelle Lade­rate im Moment des Fersen­aufpralls ein hochfrequentes Signal. Übermäßige Filterung kann diese scharfe Spitze "abrunden", was dazu führt, dass Forscher die tatsächliche Aufprall­last unterschätzen.

Daten­verarbeitungs­anforderungen

Da die Null-Phasen-Filterung einen bidirektionalen Durchlauf (vorwärts und rückwärts) erfordert, kann sie in der Regel nicht in Echtzeit während der Live-Daten­anzeige durchgeführt werden.

Es handelt sich um einen Nachbearbeitungs­schritt. Analysten müssen die Rohdaten zuerst erfassen und den Algorithmus anschließend anwenden, um die sauberen Null-Phasen-Kurven zu generieren, die für die endgültige Berichterstattung verwendet werden.

Die richtige Wahl für Ihr Ziel treffen

Um sicherzustellen, dass Ihre Schuh­analyse sowohl genau als auch nachvollziehbar ist, beachten Sie die folgenden Anwendungen:

  • Wenn Ihr Hauptaugenmerk auf der Spitzen­aufprall­kraft liegt: Stellen Sie sicher, dass Ihre Filter­grenze hoch genug ist, um den anfänglichen transienten Spitzen­wert zu erhalten, oder Sie riskieren, den vom Körper absorbierten Stoß zu unter­berichten.
  • Wenn Ihr Hauptaugenmerk auf der Ereignis­zeit­messung liegt: Sie müssen bestätigen, dass der bidirektionale (Null-Phasen) Algorithmus angewendet wurde; andernfalls werden Ihre Kraftdaten nicht mit Hochgeschwindigkeits­video­aufnahmen synchronisiert.

Letztendlich bietet diese Filter­methode die notwendige Klarheit, um zwischen dem mechanischen Rauschen des Labors und der echten biomechanischen Realität des Athleten zu unterscheiden.

Zusammenfassende Tabelle:

Filter­merkmal Technischer Mechanismus Nutzen für die Schuh­analyse
Tiefpass Blockiert Frequenzen oberhalb eines bestimmten Schwellen­werts Entfernt elektrisches Rauschen und Jitter durch Geräte­vibrationen
Null-Phasen Bidirektionale Verarbeitung (vorwärts und rückwärts) Stellt sicher, dass die Kraftdaten perfekt mit der Video­zeit­messung übereinstimmen
Viertel-Ordnung Steile Abfall­flanke Bietet scharfe Trennung zwischen Signal und Rauschen
Nachbearbeitung Offline algorithmische Anwendung Liefert saubere, nachvollziehbare Boden­reaktions­kraft (GRF)-Kurven

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