Wissen Warum werden Start- und Stopplinien bei der Ganganalyse in einem Abstand zur Sensormatte platziert? Gewährleistung der Datenintegrität
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Technisches Team · 3515

Aktualisiert vor 1 Tag

Warum werden Start- und Stopplinien bei der Ganganalyse in einem Abstand zur Sensormatte platziert? Gewährleistung der Datenintegrität


Die Platzierung von Start- und Stopplinien in einem Abstand ist eine entscheidende Protokollkontrolle, die dazu dient, nicht repräsentative Bewegungsdaten herauszufiltern. Indem diese Linien etwa 2 Meter (6,6 Fuß) von der Sensormatte entfernt platziert werden, stellen Sie sicher, dass das System die Gehmechanik des Probanden erst erfasst, nachdem dieser eine konstante Geschwindigkeit erreicht hat, wodurch der gleichmäßige Gang von den variablen Phasen des Startens und Stoppens effektiv isoliert wird.

Kernbotschaft Um gültige Ganganalysedaten zu erhalten, müssen Sie den Probanden in einer "gleichmäßigen" Bewegungsphase erfassen. Die Schaffung einer physischen Pufferzone verhindert, dass die instabilen Mechanismen, die bei Beschleunigung und Verlangsamung auftreten, Ihre experimentellen Ergebnisse verfälschen.

Die Mechanik der Gangerfassung

Um zu verstehen, warum dieser Abstand zwingend erforderlich ist, muss man zwischen den verschiedenen Phasen einer Gehprobe unterscheiden. Die Sensormatte ist darauf ausgelegt, konsistente rhythmische Muster zu messen, nicht die Mechanik sich ändernder Geschwindigkeiten.

Vermeidung der Beschleunigungsphase

Wenn ein Proband aus dem Stillstand zu gehen beginnt, unterscheidet sich seine Körpermechanik von seinem normalen Gang. Er muss erhebliche Kraft aufwenden, um die Trägheit zu überwinden und Schwung aufzubauen.

Diese "Initiationsschritte" beinhalten schnelle Änderungen der Geschwindigkeit und Kraftanwendung. Wenn die Sensormatte unmittelbar an der Startlinie beginnt, spiegeln die Daten diese Beschleunigungsbemühungen wider und nicht das natürliche Gangmuster des Probanden.

Herausfiltern der Verlangsamung

Ebenso verändert der Proband seinen Gang, um sicher abzubremsen, wenn er das Ende des Laufwegs visualisiert. Diese "Abbruchphase" beinhaltet Bremskräfte und eine Reduzierung der Schrittlänge.

Wenn die Stopplinie am Rand der Matte platziert wird, beginnt der Proband abzubremsen, während er sich noch auf den Sensoren befindet. Dies führt zu Anomalien im Datensatz, die nicht repräsentativ für seine funktionelle Gehfähigkeit sind.

Erreichen eines gleichmäßigen Gangs

Die 2-Meter-Pufferzone (6,6 Fuß) bietet die notwendige Anlauffläche, damit der Proband seine Geschwindigkeit normalisieren kann. Wenn sein Fuß die Sensormatte erreicht, hat er die Beschleunigungsphase hinter sich gelassen.

Dies stellt sicher, dass die Sensoren einen "gleichmäßigen" Gang aufzeichnen – eine Bewegung, die konsistent, rhythmisch und stabil ist. Dies ist der Standard, der für eine zuverlässige Vergleichbarkeit und Analyse erforderlich ist.

Praktische Überlegungen und Kompromisse

Während die 2-Meter-Regel für die Datenreinheit unerlässlich ist, bringt sie logistische Herausforderungen mit sich, die bewältigt werden müssen, um die Integrität des Aufbaus zu wahren.

Platzbeschränkungen

Die Umsetzung dieses Protokolls erhöht die Grundfläche Ihres Testbereichs erheblich. Sie müssen die Länge der Matte plus zusätzliche 4 Meter (ca. 13 Fuß) Gesamtbodenfläche für die Puffer berücksichtigen.

In kleineren Kliniken oder Laboren kann diese Anforderung zu schwierigen Entscheidungen bezüglich der Geräteplatzierung führen. Ein Kompromiss bei diesem Abstand birgt jedoch das Risiko, die Daten durch die Erfassung instabiler Schritte ungültig zu machen.

Patientenkapazität

Für Probanden mit schweren Mobilitätseinschränkungen oder geringer Ausdauer erhöht die zusätzliche Gehstrecke die körperliche Belastung. Die Energie, die benötigt wird, um die Pufferzonen zu durchqueren, trägt nicht zur Datenerfassung bei, aber zur Ermüdung.

Obwohl dies eine berechtigte Sorge ist, würde die Alternative – die Erfassung instabiler Beschleunigungsschritte – Daten liefern, die eine Pathologie suggerieren, wo nur einfache Mechanik vorliegt. Das Protokoll priorisiert die Genauigkeit gegenüber der Minimierung der Distanz.

Sicherstellung des Protokollerfolgs

Die ordnungsgemäße Implementierung von Start- und Stopplinien ist ebenso wichtig wie die Distanz.

  • Wenn Ihr Hauptaugenmerk auf der Datenzuverlässigkeit liegt: Halten Sie sich strikt an die 2-Meter-Pufferzone (6,6 Fuß), um sicherzustellen, dass alle aufgezeichneten Schritte innerhalb des gleichmäßigen Gangzyklus liegen.
  • Wenn Ihr Hauptaugenmerk auf dem Längsvergleich liegt: Stellen Sie sicher, dass die Start- und Stopplinien dauerhaft markiert oder abgeklebt sind, um sicherzustellen, dass die Beschleunigungsdistanz über alle zukünftigen Sitzungen hinweg identisch bleibt.

Durch die Durchsetzung dieser Pufferzone verwandeln Sie Ihre Daten von einer Aufzeichnung darüber, wie ein Proband zu gehen beginnt, in eine genaue Analyse darüber, wie er tatsächlich geht.

Zusammenfassungstabelle:

Gangphase Position relativ zur Matte Auswirkung auf die Datenqualität
Beschleunigung 2m Puffer (vor der Matte) Herausgefiltert, um durch Trägheit verursachte Kraftspitzen zu vermeiden.
Gleichmäßiger Zustand Auf der Sensormatte Hochwertige, konsistente und rhythmische Gangdaten.
Verlangsamung 2m Puffer (nach der Matte) Herausgefiltert, um Bremskräfte und Schrittreduzierung zu vermeiden.

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